Baudockplanung

Anfang 1939 wurde ein gigantisches Rüstungsprogramm der Kriegsmarine begonnen. Auftrag war, Schlachtschiffe mit

einer Einsatzverdrängung von etwa 56.000 t zu produzieren. 2 Bauaufträge wurden im Mai 1939 an die Konstruktionsabteilung der

AG-Weser übergeben. Wenig später kam es zur ersten Kiellegung des Schlachtschiffs "J". Die Arbeiten wurden aber nach

kurzer Zeit wieder beendet. Das Schlachtschiff "N" wurde nicht mehr auf Kiel gelegt. Es wäre zwar möglich gewesen, "J" und "N" bei

der AG-Weser zu bauen, doch benötigte man die Werftkapazitäten für den Zerstörer- und U-Boot-Bau.

 

Stapellauf des Schlachtschiffes Tirpitz.

 

Aus dem Grunde dachte die Werftleitung darüber nach, wegen der hohen Auslastung die Werftkapazität durch zwei Baudocks zu erweitern.

Anträge auf finanzielle Unterstützung gingen bei der Verkehrsbehörde und dem Bremer-Senat ein, doch sie verwiesen zunächst

auf die Kriegsmarine. Im April 1938 teilte Direktor Stapelfeldt der Weftleitung mit, dass die Kriegsmarine die Kosten für den Bau übernehme.

Eigentlich sollten zwei Baudocks errichtet werden, aber infolge kriegsbedingter Einschränkungen un den zunehmenden Mangel an Baustoffen

ließ man nur ein Baudock zu.

 

Digitalisierter Plan für das Trockendock der AG Weser.

 

Den Planungen zufolge sollte das Baudock eine Länge von 370 m und eine Breite von 65 m haben. Wegen der Schlechten Bodenbeschaffenheit

musste die Docksohle auf einem Tonuntergrund in 15 m Tiefe gegründet werden. Die Docksohle hat eine Dicke von 4 m, um das

Grundwasser vom Trockendock fernzuhalten. Die Seitenwände haben die Form eines Dreieckes. Sie sind 11 m hoch (Oberkante 3m - Unterkante 6 m)

und sollten vorort stückweise mit eisernen Betonschalungen ausgegossen werden.


3D Ansicht der Wandsektion

3D Ansicht der Wandsektion.

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